Teich im Garten Köln

Die geeignete Stelle für den Gartenteich im Garten

Die geeignete Stelle für den Gartenteich

Ein empfindlicher Lebensraum

Viele wollen ihren eigenen Gartenteich, haben jedoch fast keine Ahnung von dessen Planung und Pflege. Deswegen mussten sehr viele Gärtner ihren Gartenteich zwei Mal anlegen. Damit das nicht passiert folgen hier einige Grundlagen. Das allerwichtigste zuerst: Der Gartenteich ist ein Lebensraum, der in einer Balance bleiben soll, aus dieser jedoch schnell raus kippen und damit sogar umkippen kann.

Zuerst einmal sollen folgende Fragen gestellt werden:

– Wie viel Fläche vom Garten kann für den Gartenteich maximal geopfert werden?

– Soll es ein Pflanzen-, Fisch- oder Schwimmteich werden?

– Wie viel darf es maximal kosten?

– Wie viel Arbeit darf es maximal machen?

Es ist sehr wichtig zu ermitteln, welche Möglichkeiten man hat und was genau das Ziel ist. Das Ziel muss natürlich auf die eigenen Möglichkeiten reduziert werden. Wer kaum Geld hat, wird keinen Koiteich mit aufwändiger Filterung und Winterheizung planen. Wer nur wenig Fläche hat, der wird keinen Schwimmteich ausheben. Wem es ständig an Zeit mangelt, der wird eher einen Pflanzenteich anlegen, der auch mal umkippen darf.

Wichtige Fragen vorab

Das Teichleben reagiert sehr empfindlich auf einen hohen pH-Wert und Nährstoffe. Wenn in direkter Nähe vom Teich hart gedüngt wird oder das Brunnenwasser sich kaum noch als Trinkwasser eignet, dann kann höchstens noch ein Pflanzenteich angelegt werden, der jedoch zu einer grünen Algenbrühe wird. Ein hoher pH-Wert und viele Nährstoffe lassen die Algenblüte aufkommen, die in eins abstirbt, den Sauerstoff aus dem Wasser zieht und die Fische damit ersticken lässt.

Auch ohne Fischbesatz wäre es sehr gut, wenn im und am Teich keine kalkhaltigen Steine liegen, nicht gedüngt wird und zudem weiches Wasser für regelmäßige Teilwasserwechsel zur Verfügung steht.

Sonnenstand und Laubeinfall

Gerade ein flacher Teich, der komplett in der Sonne liegt, wird sich im Sommer stark aufheizen, womit das Wasser nur noch wenig Sauerstoff binden kann. Fische können im Wasser ersticken. Wenn sie an der Wasseroberfläche Luft schnappen, geht ihnen die Luft bereits aus. Ein Teil der Wasserfläche soll also im Schatten liegen. Wenn es jedoch Laubbäume sind, die den Schatten spenden, dann werfen diese im Herbst ihr Laub in den Teich. Dieses wird in diesem verrotten und dabei den Sauerstoff zehren, womit der Teich wieder umkippt. Es werden jedoch sehr viele Nährstoffe frei gesetzt, womit im Frühjahr eine üppige Algenblüte zu erwarten ist. Nach dieser kippt der Teich erneut um.

In direkter Nähe zum Teich darf es also keine Pflanzen geben, deren Laub oder Pflanzenteile in den Teich fallen. Im Herbst sollen viele Teichpflanzen sogar zurück geschnitten oder entnommen werden, um sie aus dem Teich zu entfernen. Damit werden direkt die Nährstoffe weg getragen. Deswegen ist es sehr wichtig, dass es im Teich Teichpflanzen gibt, um Nährstoffe aus dem Wasser zu entfernen. Dennoch ist es alle paar Jahre oder sogar jedes Jahr im Herbst oder Frühjahr notwendig, den Teichschlamm ab zu saugen. Sonst wird der Gartenteich auf Dauer verlanden.

Für den Gartenteich wäre also eine freie Fläche zu wählen, um im Flachwasser Schilf wie den Schmalblätterigen Rohrkolben oder andere geeignete und leicht zurück schneidbare Wasserpflanzen zu setzen. Am Ufer kann z.B. Bambus gesetzt werden. Für einige Sorten muss zwingend eine Rhizomsperre in den Boden eingelassen werden, damit der Bambus sich nicht unkontrolliert ausbreitet.

Die rechtlichen Aspekte

Selbst für einen kleinen Gartenteich gelten Auflagen, mit denen z.B. ein Mindestabstand zum Nachbargrundstück einzuhalten ist. Bei einem sehr tiefen Schwimmteich kann dieser nur genutzt werden, wenn ein Bademeister auf einen aufpasst. Bei einem sehr großen Teich muss zugleich eine Baugenehmigung eingeholt werden. Da das alles von Baugebiet zu Baugebiet selbst in der gleichen Stadt anders sein kann, soll einfach beim Ordnungsamt nach gefragt werden. In keinem Fall sollte man zuerst baggern und dann zum Amt gehen, da die Beamten aus Prinzip blockieren werden.

Die Wasserzonen

Der Gartenteich wird ganz verschiedenen Lebensformen einen Lebensraum geben. Für Koi müsste die Tiefwasserzone wenigstens 1,8 Meter Tiefe haben, für viele andere Fische nur ca. einen Meter. Für sehr viele Pflanzen und Tiere ist jedoch die Flachwasserzone sehr wichtig. Wer wenig quakende Frösche haben möchte, sollte auf diese jedoch verzichten. Man soll sich also gut überlegen, welche Wasserzone wie groß werden soll. Dann wäre es gut, wenn die Zone mit niedrigem Bewuchs nach Süden weist und die mit dem höchsten Bewuchs nach Norden. Umgekehrt würden die niedrigen Pflanzen keine Sonne erhalten. Der hohe Bewuchs kann allerdings auch bewusst nach Osten oder Süden gesetzt werden, um Schatten zu werfen.

Kunststoffwanne, Teichfolie oder Beton?

Wer einen Teich anlegt, der sollte bereits wissen, dass ohne eine Abdichtung das ganze Wasser versickern wird und es nur ein Sumpf wird. Für einen kleineren Teich kann mit einer Kunststoffwanne gearbeitet werden. Es gibt sogar Firmen, die sehr große und tiefe Kunststoffwannen liefern können. Für den flexiblen und günstigen Teich wird meist mit einer Teichfolie gearbeitet. Es ist sehr auf die funktionierende Kapilarsperre sowie auf eine glatt verlegte Teichfolie zu achten. Mit einem einzigen Loch oder Riss kann alles neu gemacht werden. Deswegen wäre ein Betonteich sicherer. Er wird jedoch erheblich mehr kosten und kann nicht so flexibel angelegt werden.

Fazit

Wer seinen ersten Gartenteich anlegt, der soll gründlich planen. Zugleich soll man sich nicht mit Großprojekten übernehmen, die im Nachhinein doch teurer als geplant sind und viel laufende Pflege benötigen. Besser wäre es, erst einmal mit einer Kunststoffwanne oder kleinem Folienteich zu beginnen und erst nach einigen Jahren den richtigen Gartenteich zu planen. Viele werden ihn dann ganz anders gestalten und deswegen ihre Freude daran haben.

Weitere Infos zum Gartenteich auf: http://www.gartenteich-ratgeber.com/

 

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